Schmerz erkennen

Tiere verstecken ihre Schmerzen

Um nicht zur leichten Beute zu werden, lassen viele Tiere sich Schmerzen nicht anmerken.

Tiere, die Schmerzen haben oder durch Krankheit geschwächt sind, werden in der freien Wildbahn zur leichten Beute für Fressfeinde. Deshalb ist es für viele Tierarten ein natürlicher Schutzmechanismus, sich nichts anmerken zu lassen und Schmerzen zu verstecken. Besonders ausgeprägt ist dieser Schutzmechanismus bei Vögeln oder kleinen Heimtieren wie Mäusen.

Anzeichen für Schmerzen erkennen

Tierhalter müssen daher unter Umständen sehr aufmerksam sein, um Schmerzen zu erkennen. Dass Tiere Schmerzen empfinden und unter ihnen leiden können, wie Menschen es tun, heißt nicht, dass sie ihren Schmerz auch genauso äußern. Jede Tierart zeigt Schmerz anders. Häufig geben Verhaltensänderungen einen Hinweis. Dass ein Hund beim Spaziergang dem geliebten Ball nicht mehr begeistert hinterherjagt oder dass eine Katze statt oben auf dem Regal neuerdings auf einem Kissen am Boden schläft, fällt nur aufmerksamen Besitzern auf, die ihr Tier gut kennen.

Schleichende Veränderungen

Chronische Schmerzen, zum Beispiel durch eine Arthrose, entwickeln sich zudem über einen langen Zeitraum. Das Verhalten der Tiere ändert sich nach und nach, sodass die Veränderungen oft gar nicht wahrgenommen oder schlicht dem Alter des Tieres zugeschrieben werden.

Bei Heimtieren oder Vögeln sind die Anzeichen für Schmerzen oft noch subtiler: Zum Beispiel ziehen viele Vögel das Unterlid über das Auge, wenn sie Schmerzen haben. Nagetiere zeigen häufig ein gesträubtes Haarkleid und putzen sich weniger.

Die von ITIS herausgegebenen Merkblätter zur Schmerzerkennung helfen Ihnen, festzustellen ob Ihr Tier Schmerzen hat.