Schmerz behandeln

Ohne Schmerzmittel geht es nicht

Ohne eine schmerzlindernde Therapie kann die Lebensqualität von Patienten mit Arthrose nicht verbessert werden.

Hochgradig schmerzhafte Tiere lassen sich häufig nicht gerne anfassen und könnenschlecht entspannen. Dies führt dazu, dass bei solchen Patienten auch die Anwendung anderer Therapieformen − wie zum Beispiel die Physiotherapie − schwierig und zum Teil nicht durchführbar ist. Deshalb gilt: Ohne Schmerzlinderung kein multimodales Therapiekonzept.

Wie Schmerzmittel wirken

Am wirksamsten sind nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs) oder das Schmerzmittel Metamizol. NSAIDs bekämpfen den Schmerz durch Unterbrechung der Entzündungskaskade, wirken schon nach kurzer Zeit und sind in der Regel gut verträglich. Nebenwirkungen wie Durchfall und Erbrechen können jedoch immer mal wieder auftreten.

Was es zu beachten gibt

Die Entzündungshemmer können in Phasen des akuten Schmerzes oder dauerhaft verabreicht werden, wobei in diesem Fall das geeignetste Präparat und die optimale Dosierung gesucht werden muss. Medikamente dürfen – auch wenn Nebenwirkungen auftreten – keinesfalls ohne Rücksprache mit dem Tierarzt verabreicht oder gewechselt werden. Vor allem der Griff in den eigenen Medikamentenfundus kann verheerende Folgen haben! Arzneimittel, die für den Menschen zugelassen sind, können für Tiere tödlich sein. Zu lebensbedrohlichen Unverträglichkeiten kann es zum Beispiel bei der Gabe von Paracetamol bei Katzen kommen, da sie das Medikament stoffwechselbedingt nicht entgiften können. Auch Ibuprofen wird immer wieder verabreicht, obwohl es sowohl für Hunde als auch für Katzen giftig ist.