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Foto: Peter Hermes Furian - Fotolia.com

Rind

Medikamentöse Schmerztherapie

Lebensmittelliefernde Tiere dürfen nur Medikamente mit spezieller Zulassung erhalten.

Die Zulassung schreibt auch vor, bei welchen Erkrankungen welche Wirkstoffe eingesetzt und wie sie angewendet werden dürfen. Einige wenige Präparate sind nicht für Milch liefernde Tiere zugelassen. Generell ist Vorsicht geboten: Auf dem Markt gibt es mehrere Präparate, die zwar denselben Wirkstoff enthalten, für die aber dennoch unterschiedliche Wartezeiten gelten.

Euterentzündungen, Durchfall und Lahmheiten

Häufig angewendet werden die sogenannten nichtsteroidalen Entzündungshemmer (nonsteroidal antiinflammatory drugs, NSAID). Eingesetzt werden die Wirkstoffe Flunixin-Meglumin, Ketoprofen, Meloxicam, Carprofen und, bei Kälbern, Natriumsalicylat. Studien belegen, dass NSAID bei klinischen Euterentzündungen, Lungenentzündungen, Neugeborenendurchfall, Lahmheiten und Operationen das Wohlbefinden der Tiere steigern können. Mögliche Nebenwirkungen sind Magen-Darm-Ulzerationen, Nieren- und Gelenkschäden. Einige Präparate werden vom Tierarzt gespritzt, andere, zum Beispiel Ketoprofen bei Mastrindern, können auch durchs Maul gegeben werden. Es ist sogar eine Flunixin-Meglumin-Lösung auf dem Markt, die über die Haut angewendet wird.

Zum Beispiel bei Mastitiden, Kolik oder sonstigen Krämpfen ist das Schmerzmittel Metamizol eine effektive und nebenwirkungsarme Alternative zu NSAID.

Opioide, die sowohl beim Menschen als auch bei Heimtieren häufig zur Schmerztherapie eingesetzt werden, werden beim Rind nur selten angewendet. Zugelassen ist nur der Wirkstoff Butorphanol (nach Umwidmung vom Pferd).

Operationen

Bei Operationen werden häufig schmerzlindernde Beruhigungsmittel (sedativ-hypnotische Analgetika) wie Xylazin und Detomidin eingesetzt, nicht selten in Kombination mit Ketamin.

Eine wichtige Rolle spielt in der Rinderpraxis auch die örtliche Betäubung. Eine solche Lokalanästhesie blockiert für eine begrenzte Zeit die Schmerzweiterleitung aus einem bestimmten Gebiet vollständig. Für das Rind ist der Wirkstoff Procain zugelassen.

Schmerzhafte Erkrankungen

Besonders effektiv und mit besonders wenigen Nebenwirkungen verbunden ist die Schmerztherapie, wenn vom Tierarzt mehrere Medikamente geschickt kombiniert werden, die auf unterschiedliche Weise wirken.

Eine Schmerztherapie ist beim Rind erforderlich bei

  • Lahmheiten,
  • schmerzhaften Erkrankungen (Entzündungen),
  • Festliegen,
  • Schwergeburten,
  • Operationen einschließlich zootechnischer Eingriffe wie Enthornen und Kastration. 

Ohne Schmerzmittel geht es nicht

Ohne eine schmerzlindernde Therapie kann die Lebensqualität von Patienten mit Arthrose nicht verbessert werden.

Schmerztherapie ist kein Luxus

Schmerzen zu behandeln lohnt sich – auch finanziell.

Wie zeigen Rinder Schmerz?

Schmerzen sind Rindern auf den ersten Blick oft nicht anzumerken.

Stellungnahme zur Ferkelkastration

Den idealen Wirkstoff gibt es nicht.