Schmerz behandeln

Liebevolle Pflege

Schmerztherapie ist mehr als Medikamentengabe.

Zur modernen Tiermedizin gehört nach Überzeugung der Initiative tiermedizinische Schmerztherapie, ITIS, ein professionelles Schmerzmanagement. Dessen Grundpfeiler ist sicherlich die medikamentöse Behandlung mit Analgetika. Je nach Lage des Falles kann die Therapie mit Schmerzmedikamenten sinnvoll durch Maßnahmen wie Akupunktur, Chondroprotektiva, Ergänzungsfuttermittel, Gewichtsreduktion, Operationen, Physio- oder Strahlentherapie ergänzt werden.

Tender loving care

Daneben sind weitere Faktoren wie eine liebevolle Betreuung (tender loving care) nicht zu vernachlässigen. Der Umgang mit dem Tier und die Art der Unterbringung bei einem stationären Aufenthalt haben erheblichen Einfluss auf das Wohlbefinden der Patienten – und dadurch gegebenenfalls auf das subjektive Schmerzempfinden.

Rücksichtsvoller Umgang

Hierbei ist nicht nur die Tierärztin oder der Tierarzt gefragt, sondern das gesamte Praxisteam sowie die Tierhalter. Die Tiermedizinischen Fachangestellten assistieren nicht nur bei der Behandlung, sondern betreuen die Tiere sowie ihre Besitzer auch am Empfang und auf der Station. Ein vorsichtiger und rücksichtsvoller Umgang mit Schmerzpatienten sowie ein angemessenes Handling können Stress und Angst reduzieren.

Schmerzen frühzeitig erkennen

Durch eine genaue Beobachtung der Tiere werden Verhaltensänderungen und Anzeichen für Schmerzen früh erkannt. Patientenbesitzer sollten sich ebenfalls ausreichend darüber informieren, wie sie Schmerzen bei ihrem Haustier erkennen können. Es ist wichtig, auf Schmerzen zu achten und eine Therapie nicht vorzeitig abzubrechen. ITIS bietet hierzu Merkblätter für Tierhalter zum Download an.