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Rind

Kälber enthornen ohne Schmerzen

Eine Enthornung ohne Betäubung ist sehr schmerzhaft.

Das betäubungslose Ausbrennen der Hornanlagen verursacht fraglos Schmerzen, eine Betäubung wäre daher notwendig. Erstaunlicherweise macht das deutsche Tierschutzgesetz für das Enthornen oder das Verhindern des Hornwachstums bei unter sechs Wochen alten Rindern dennoch eine Ausnahme von der bei mit Schmerzen verbundenen Eingriffen sonst vorgeschriebenen Betäubung. „Ich halte das für frevelhaft“, betont Prof. Dr. Kerstin Elisabeth Müller, Geschäftsführende Direktorin der Klinik für Klauentiere an der Freien Universität Berlin.

Auch Rinder empfinden Schmerzen

Rinder gelten als stoisch, weil sie als potenzielle Beutetiere häufig gut verbergen, dass ihnen etwas wehtut. In Landwirtschaft und Rindermedizin wurde in der Vergangenheit unter anderem deshalb nicht sehr viel über Schmerztherapie nachgedacht. Die Zeiten haben sich geändert: In der Nutztierpraxis sorgen die sich verändernden Ansprüche der Verbraucher für eine zunehmende Relevanz der Schmerztherapie. „Es waren die Tierschützer, die den Finger in die Wunde gelegt haben“, erinnerte Prof. Müller.

Heutzutage liegt das Thema jedoch insbesondere auch der Tierärzteschaft am Herzen, denn es ist erwiesen, dass Rinder wie alle Säugetiere Schmerzen empfinden. Selbstverständlich gilt das von Geburt an auch für Kälber. Nach Auffassung von ITIS haben sie damit ein Anrecht auf eine fachgerechte Schmerztherapie, auch bei zootechnischen Eingriffen. 

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Den idealen Wirkstoff gibt es nicht.

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